Montag, 18 März 2013 08:12

Zwei bis drei Stunden Gartenarbeit am Tag

Noch warten Kräuter und Blumen auf den Frühling. Erst dann entfaltet der Bauerngarten von Heidi Specker-Dünhoft seine Blütenpracht. Foto: Andre Bölscher Noch warten Kräuter und Blumen auf den Frühling. Erst dann entfaltet der Bauerngarten von Heidi Specker-Dünhoft seine Blütenpracht. Foto: Andre Bölscher
Blumen und Kräuter bei Heidi Specker-Dünhoft Rhede. Der Garten sieht noch sehr trist aus. Kaum eine Pflanze ist zu finden, die schon sprießt.
Bis zum Frühjahr wartet im Bauerngarten von Heidi Specker-Dünhöft in Rhede noch viel Arbeit, um die 2500 Quadratmeter in eine blühende Landschaft zu verwandeln. Dann sprießt hier eine Vielfalt von Blumen, Kräutern, Obst, Gemüse und Bäumen. Specker-Dünhoft verbringt im März jeden Tag mit zwei bis drei Stunden Gartenarbeit. Die ersten Arbeitsschritte sind Laubharken, Saubermachen und Stutzen. „Im Herbst schneide ich die Pflanzen nicht, damit nicht so viel kaputt geht“, sagt die Hobbygärtnerin. Demnächst steht das Düngen auf dem Programm – und zwar mit Kuhmist, frisch vom eigenen Hof. Bewässern hingegen ist selten nötig, weil der Lehmboden sehr feucht ist. „Einen Spatenstich, und ich habe Grundwasser“, erzählt Heidi Specker-Dünhoft. Lediglich bei längeren Trockenperioden im Sommer sei das Gießen nötig. Die tägliche Pflege von März bis Mai beschert ihr einen dicht bewachsenen Garten. So finden sich unter anderem bis zu 50 verschiedene Sorten Rosen, zehn verschiedene Sorten Funkien, Hortensien und Katzenminze. Im Kräuterbeet wachsen neben Salbei, Thymian und Schnittlauch auch Lakritz-, Coca-Cola- und Currykraut. Die Liste der hier wachsenden Nutz- und Zierpflanzen scheint endlos: Salat, Bohnen, Erdbeeren, Rhabarber, Maiglöckchen, Schneeglöckchen machen nur einen kleinen Teil des Gartens aus. Was für andere eine Menge Arbeit darstellt, betrachtet sie als ihr Hobby. „Jeden Morgen gehe ich in den Garten und schaue, wie es aussieht, was wächst. Es ist herrlich im Garten zu sein, man bekommt den Kopf frei.“ Im Sommer reduziert sich dann auch die Arbeit. „Rosenblüten beschneiden, damit die Rosen sich entwickeln können, altes Laub harken, Unkraut entfernen und andere Feinheiten, damit es nicht zu wild wird“, sagt Specker-Dünhoft. Dann kann sie das Werk ihrer Arbeit unter der Rosenlaube genießen. Oder auf der Terrasse. Oder am Lagerfeuerplatz. Für sie und ihre Familie ist der Garten ein Lebens- und Ruheraum, in dem man sich zurückziehen kann. Die gelernte Kräuterfachfrau bietet Gästen auch Rundgänge an. Dann erklärt sie ihren Besuchern, dass Giersch, Löwenzahn und Brennnesseln kein Unkraut, sondern die Zutaten für Giersch-Risotto, Löwenzahnsalat oder auch Brennnessel-Tee sind. Jedes Jahr melden sich etwa 200 Gäste an, um ihren Garten zu erleben. Am 9. Juni ist auf dem Hof Tag des offenen Gartens.

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