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Freitag, 05 April 2013 08:56

Pommesfett holt Spargel aus Winterschlaf

Konkurrenz ausgestochen: In Brual läuft die Spargel-Ernte bereits auf Hochtouren. Fußbodenheizung und doppelte Folien halten die Dämme warm. Daniel Santen (24) zückt auf unserem Bild das Spargelmesser. Der Sohn von Hermann und Rosi Santen unterstützt das Familienunternehmen jetzt auch, vorher arbeitete er bei der Meyer Werft. Rund 20 polnische Erntehelfer sind in der Saison im Einsatz. Foto: Kai-Uwe Hanken Konkurrenz ausgestochen: In Brual läuft die Spargel-Ernte bereits auf Hochtouren. Fußbodenheizung und doppelte Folien halten die Dämme warm. Daniel Santen (24) zückt auf unserem Bild das Spargelmesser. Der Sohn von Hermann und Rosi Santen unterstützt das Familienunternehmen jetzt auch, vorher arbeitete er bei der Meyer Werft. Rund 20 polnische Erntehelfer sind in der Saison im Einsatz. Foto: Kai-Uwe Hanken
Fußbodenheizung und doppelte Folien lassen Stangen in Brual sprießen   Brual/Diele. Eiskratzen gehört für viele Autofahrer nach wie vor zum morgendlichen Ritual, und auch der Winter-Pullover bleibt Pflichtstück in der Garderobe. Doch in Brual hat der Frühling längst Einzug gehalten: auf den Spargelfeldern von Rosi und Hermann Santen.
Das edle „Königsgemüse“ sprießt hier trotz winterlicher Temperaturen schon seit einiger Zeit munter aus dem Boden – und das Kuriose dabei: Pommesfett macht’s möglich. „Wir waren im Rheiderland und nördlichen Emsland immer die Letzten, die den Spargel ernten konnten. Das hat mich angespornt, und ich habe mir Gedanken gemacht, wie man das ändern kann“, erklärt Hermann Santen aus Diele im Landkreis Leer. Seit 1995 betreibt er mit seiner Frau Rosi den Spargelanbau. Vor etwa drei Jahren entstand so die Idee, eine Bodenheizung unter den Spargelfeldern zu installieren, die das Erdreich warm hält und damit den Spargel früher wachsen lässt. Auf einem halben Hektar großen Feld in Brual hat Santen nun die Anlage in Betrieb genommen und kann hier erstmals ernten. Durch eine Leitung wird etwa 30 bis 40 Grad warmes Wasser unter den Boden geführt, das den Spargeldamm aufwärmt. Etwa 20 Grad warm ist das Erdreich, in dem das Gemüse in rund 50 Zentimeter Tiefe ruht, um sich durch den Boden zu schieben. „Der Spargel hat es hier mollig warm“, sagt Santen. Gespeist wird die Heizungsanlage zum Teil mit Öl, das aus dem Fritteusenfett von Pommes frites gewonnen wird. Damit schlägt das Unternehmen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen kann die Spargelernte „angeheizt“ werden, zum anderen wird das Pommesfett wiederverwertet. Die Spargelbauer sitzen dabei gewissermaßen an der Quelle, denn Rosi Santen betreibt einen Imbiss in Papenburg. „Bis zu 9000 Liter Fett fallen dort im Jahr an. Die Entsorgung ist sehr teuer“, sagt Santen. So entstand der Gedanke, das Fett aufzubereiten und für die Heizungsanlage zu verwenden. Derzeit wird nur ein Teil des Fettes verwendet, mittelfristig soll alles für den Spargelanbau genutzt werden. Doch nicht nur die Fußbodenheizung sorgt für lauschige Wärme im Spargelboden. Mit doppelter Folie, die über die Dämme gezogen wird, wird die Sonnenkraft gebannt. Unter der Folie hängen angenehme 35 Grad in der Luft – beste Bedingungen für den Spargelwuchs. „Vergangene Woche mussten wir noch den Schnee von den Folien fegen. Jetzt hat die Sonne schon richtig viel Kraft“, freut sich Santen. Am morgigen Samstag soll der Verkauf im Laden in Diele starten. Preislich müssen Freunde des „Königsgemüses“ keine majestätischen Höhen fürchten: „Wir verkaufen die erste Ernte noch zum Selbstkostenpreis, Kunden zahlen nicht mehr als zehn Euro“, so Santen. Die Nachfrage nach dem Gemüse ist jetzt schon groß: „Wir bekommen viele Anrufe.“ Insgeheim hatte sich Santen schon auf einen Erntestart vor Ostern vorbereitet. Doch das Winterwetter war einfach zu hartnäckig. „Wenn wir Pech haben, dann können wir erst ab Mai richtig in die Freilandernte einsteigen“, warnt Santen vor allzu optimistischen Prognosen. Immerhin: Auf Landesebene hat Santen die Konkurrenz im wahrsten Sinne des Wortes „ausgestochen“. Noch vor der Spargelregion Nienburg konnte der Betrieb mit der Ernte beginnen – quasi eine „Spargellänge“ voraus.    

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