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Samstag, 21 Juli 2012 08:01

Rheder Rat billigt Betriebserweiterung

Das Lohnunternehmen Janssen in Rhede will seinen Betrieb ausbauen. Einige Nachbarn sind wegen der Lärmbelastung dagegen. Foto: Archiv Das Lohnunternehmen Janssen in Rhede will seinen Betrieb ausbauen. Einige Nachbarn sind wegen der Lärmbelastung dagegen. Foto: Archiv
Einstimmiges Votum ebnet Weg für Sonderbaufläche – Anwohner kündigen Klage an Rhede. Das Interesse war so groß wie seit Jahren nicht. Mehr als 40 Zuhörer verfolgten am Donnerstagabend im Rheder Rathaus die Sitzung des Rates der Einheitsgemeinde.
Die meisten waren gekommen, um die Entscheidung des Kommunalparlamentes zu den Erweiterungsabsichten des landwirtschaftlichen Lohnunternehmens Janssen zu verfolgen. Der Beschluss für eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung einer Sonderbaufläche fiel einstimmig aus. Der einzige SPD-Ratsherr, Hans-Jürgen Pohl, nahm nicht an der Sitzung teil. Einige Rheder, die in der Nähe des Betriebes wohnen, sind nach wie vor gegen dessen Erweiterungsvorhaben, über das seit gut einem Jahr auch öffentlich diskutiert wird. Sie kündigten in der Einwohnerfragestunde im Anschluss an die Ratssitzung Klage gegen die Planungen an. Die Anwohner befürchten, dass die aus ihrer Sicht schon jetzt unzumutbare Lärmbelastung durch das An- und Abfahren schwerer Fahrzeuge weiter steigt. Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) zeigte sich im Hinblick auf das Bauleitverfahren indes fest davon überzeugt, „dass alles richtig abgearbeitet ist“. Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Hermann-Josef Gerdes, machte deutlich, dass durch das Bauleitverfahren in Zukunft genau festgelegt sei, was das Unternehmen in diesem Gebiet tun dürfe und was nicht. Gerdes verwies in diesem Zusammenhang auf ein entsprechendes Betriebskonzept, Schallgutachten sowie einen Durchführungsvertrag zwischen Gemeinde und dem Unternehmen. „Die Regelung verhindert, dass sich der Betrieb ins Uferlose weiterentwickeln kann. Gleichzeitig schützt er die Anwohner vor weiteren Überraschungen“, sagte Gerdes. In der Einwohnerfragestunde löste das einstimmige Votum des Rates dennoch eine kurze, aber lebhafte Debatte aus. Die Gegner der Janssen-Pläne zeigten sich verwundert. „Ist das Fraktionszwang?“, fragte einer. „100 Prozent – das sind ja DDR-Methoden“, ereiferte sich ein anderer. Der Verwaltung warfen sie vor, sich auf die Seite des Unternehmens geschlagen zu haben. CDU-Fraktionschef Gerd Pennemann wies die Unterstellungen zurück. „Bei uns kann sich jeder frei entscheiden“, betonte er. Auch Bauausschussvorsitzender Theo Staars (CDU) erklärte, dass von keiner Seite Druck ausgeübt worden sei. „Jeder muss persönlich zu seiner Meinung stehen“, sagte er. Staars hatte vor der Abstimmung deutlich gemacht, dass mit einer ablehnenden Haltung durch den Rat letztlich niemandem geholfen sei. „Wir würden Janssen in die Suppe spucken, aber für die Anwohner keine Verbesserung, sondern nach unserer Einschätzung sogar eine Verschlechterung erzielen“, erklärte der Bauausschussvorsitzende. Gesetzlich festgelegte Bestimmungen, die in einem Sondergebiet gelten, sowie das Betriebskonzept gäben dem Unternehmen hingegen Wachstumsgrenzen vor. Teil des Konzeptes ist eine Verlegung der Hauptzufahrt von der Zollstraße an den Westertangenweg. Staars betonte, dass man sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und sich die Entscheidung keineswegs leicht gemacht habe. Die Bemühungen um einen Kompromiss mit den Anwohnern seien leider gescheitert, sagte Staars. „Und irgendwann sind alle Argumente ausgetauscht.“ Es tue ihm leid, nicht beide Seiten zufriedenstellen zu können. Letztlich teile er die Ansicht der Gegner aber nicht, dass es sich bei dem Umfeld, in dem der Betrieb angesiedelt ist, um ein reines Wohngebiet handele. Staars erklärte, dass die Ratsmitglieder auch gewählt seien, um zu entscheiden. Sich in einer solchen Frage dann der Stimme zu enthalten „und damit anderen den Schwarzen Peter zuzuschieben“, sei keine sinnvolle Alternative, fügte Ratsvorsitzender Josef Witt rock (CDU) hinzu. Weitere Berichte aus der Ratssitzung in Rhede folgen.

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