Donnerstag, 04 Oktober 2012 05:24

Stubbe verteidigt EM-Titel

Mit Pokal und Erinnerungsfoto: Europameister Bernd Stubbe plant bereits für die erneute Titelverteidigung Foto: Dirk Hellmers Mit Pokal und Erinnerungsfoto: Europameister Bernd Stubbe plant bereits für die erneute Titelverteidigung Foto: Dirk Hellmers
„Autocross ist Teamsport“ Rhede. Viel hat sich in der gerade abgelaufenen Super-Buggy-Saison nicht geändert: Bernd Stubbe aus Rhede ist erneut Europameister geworden. Und der 27-Jährige bleibt bescheiden. Auch wenn er am  Steuer saß, sei Motorsport Teamsport. Und seine Mannschaft – nicht er allein – habe den Titel geholt, betont er immer wieder.
      Seit 2008 ist Stubbe zum dritten Mal Europameister geworden. Die Bilanz ist bemerkenswert, weil der Rheder aus beruflichen Gründen 2009 und 2010 nur vereinzelt Rennen fuhr. In der kommenden Saison will er wieder auf den Autocrosspisten Gas geben, um den Hattrick perfekt zu machen. Einen neuen Motor hat Stubbe bereits in seine Werkstatt nach Rhede geholt. Ein neues Fahrgestell soll im Winter folgen. Erste Bauteile lagern in seiner Garage. „Dann starten wir mit einem ganz neuen Wagen.“ Dafür wird er wohl den ganzen Winter brauchen. Aber das Basteln bereitet dem Europameister viel Freude. Geschraubt wird aber nicht nur in der Winterpause, sondern auch während der Saison. „Wir müssen den Wagen auf die verschiedenen Strecken einstellen“, sagt Stubbe. Dabei zeige sich der Wert des fünfköpfigen Schrauberteams um seinen Vater Gerd Stubbe. Auf dem Tourbus stehen die Namen aller Teammitglieder. Franz Lücken, Theo Hinrichs, Heinrich Assies, Stefan Wotte, Sebastian Steubing und Gerd Robben. Sie unterstützen Stubbe bei Veranstaltungen quer durch Europa. Rund 25 000 Kilometer legen sie pro Saison zurück. Fehlen darf Freundin Maren Schwarberg nicht, auch wenn ihr Name noch nicht auf dem Tourbus steht. Eine besonders starke Leistung vollbrachte sein  Team in Cunewalde bei Dresden auf dem Matschenberg. Im dritten Rennen kollidierte Stubbe mit einem Niederländer. Sein Fahrzeug war fast Schrott. Bis zur letzten Sekunde vor der finalen Fahrt arbeitete das Team an dem Vehikel, um es wieder flottzukriegen. Mit Erfolg: Der Rheder holte den dritten Sieg im vierten Meisterschaftsrennen. „Das war das schönste Rennen“, lacht Stubbe. Vier weitere Siege folgten. Drei hätten für die Titelverteidigung gereicht. Im achten Meisterschaftstrennen im französischen Saint Igny de Vers feierte der Emsländer seinen dritten EM-Titel. Das letzte Rennen in Maggiora, Italien, glich einer Ehrenrunde. Dabei holte Stubbe seinen siebten Saisonsieg. Nur in zwei Rennen kam er nicht als Erster über das Ziel. Im vergangenen Jahr war Stubbe bereits nach dem siebten Rennen Europameister geworden. „Die Konkurrenz ist stärker geworden, und wir hatten ein paar technische Probleme nach Kollisionen“, erklärt der Rheder. Mehr Titel als Stubbe holten seit 1977 nur zwei Fahrer. Rekordhalter ist der Deutsche Willi Rösel, der von 1979 bis 1985 siebenmal Europameister wurde. Gefolgt von Stubbes Konkurrent Petr Bartos. Der Tscheche siegte im Jahr 2000 sowie von 2005 bis 2007. Viel Kontakt haben Stubbe und Bartos nicht. „Bei den Tschechen ist das ein vom Staat finanzierter Volkssport. Die haben einen ganz anderen Druck“, sagt Stubbe. Für ihn sei das vor allem ein Hobby. Dennoch hat er Freundschaften an den Rennwochenenden geschlossen. Abends habe er oft Kontakt zum Vizeeuropameister André Hinnenkamp. Mit ihm will er sich im kommenden Jahr wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern und am Ende einen lupenreinen Titelhattrick feiern.

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